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Erlebnisbad Hains in Freital

Magic Twice 2Bisher kannte ich das Freizeitzentrum „Hains“ in Freital-Hainsberg vor allem für seine überdachte Eisbahn.

Seit dem Umbau im Herbst 2015 ist das Hallen-Schwimmbad im Freizeitzentrum „Hains“ in Freital ein echter Freizeit-Knaller geworden. Das ehemals „normale“ Schwimmbad wurde zu einem vollwertigen Spaßbad erweitert und bietet nun Attraktionen für die ganze Familie.

Was gibt es?

Schon immer gibt es im Hains ein 25m-Becken mit 5 Bahnen und daneben ein Entspannungsbecken mit Massagedüsen. Neu dazu gekommen ist ein weiteres Mehrzweckbecken (Nichtschwimmertiefe) mit zwei 20m-Bahnen, einem Strömungskanal und einer Kinderrutsche.

Daneben befindet sich das Abenteuer-Kleinkinderbecken mit Baby-Rutsche, Wasserspielen, Tunnel, Wasserkanone und vielen weiteren Spiel- und Interaktionsmöglichkeiten, z.B. auch kleine Boote zum rein setzen. Es ist wirklich sehr liebevoll angelegt und bietet sehr viele Beschäftigungsmöglichkeiten. In dieser Fülle habe ich so etwas tatsächlich noch nicht gesehen!

Ein kleiner Nachteil vom Kleinkinderbecken ist, dass die Wassertiefe im Becken relativ tief ist (20cm und 30cm). Das Becken ist daher erst so richtig für Kinder geeignet, die schon selbst laufen können. Eine geeignete Wassertiefe für Krabbelkinder gibt es leider nicht. Ich fand außerdem, die Wassertemperatur hätte etwas höher sein können – in dem Entspannungsbecken war es wärmer.

Positiv fand ich, dass man im Bad kostenlos Schwimmärmel ausleihen konnte.

Rutschen? LOL!

Der absolute Knaller aber ist der neue Rutschenturm mit zwei Röhrenrutschen. Eine davon ist eine Magic-Cube Reifenrutsche, welche für Kinder ab 8 Jahre allein nutzbar ist. Kleinere Kinder kann man in einem speziellen Doppelreifen mitnehmen, von dem es leider nur zwei Stück gab. Da man in dem Reifen die Geschwindigkeit schlecht beeinflussen kann und es unterwegs relativ schnell wird, empfehle ich die Mitnahme erst ab einem Alter von 5-6 Jahren. Für alle anderen: Fantastisch! Der erste Kommentar von meinem ältesten Sohn nach der Abfahrt im Doppelreifen mit mir war: „LOL – noch mal!

Die zweite Rutsche ist eine Magic-Twin Doppelröhrenrutsche. Hier kann mit einem Kontrahent um die Wette gerutscht werden. Aber Vorsicht: Ist die Rutsche im Sitzen relativ gemütlich befahrbar, wird es mit der richtigen Rutschtechnik im Liegen sauschnell! Auch hier ist die Benutzung für Kinder ab 8 Jahren allein gestattet. Hier würde ich die sinnvolle Altersgrenze zur Mitnahme bei 4-5 Jahren ziehen und rate dringend dazu, es zunächst sehr gemütlich anzugehen.

Der reine Fahrspaß auf den Rutschen wird durch eine ausgefeilte Beleuchtungstechnik und weitere Effekte wie Videowand, Nebel usw. extrem gesteigert. Eine sehr ausführliche Beschreibung und Bewertung der Rutschenanlage mit vielen weiteren Bildern und Videos findet Ihr bei den Profis von Tuberides.de. Diese meinen übrigens, dass die Anlage zumindest in Sachsen einmalig ist und auch darüber hinaus in der vordersten Liga mitspielt.

An den Rutschen gibt es sehr wenig zu kritisieren: ein kleiner Punkt ist die falsche Entwässerungsneigung des Bodens am Rutscheneinstieg, welche dazu führt, dass man beim Warten immer im 2cm tiefen Wasser steht. Außerdem wäre es schön, wenn es noch ein paar mehr von den sehr beliebten Doppelreifen geben würde. Bei der Magic-Twin Doppelrutsche würde ich mir persönlich zum Rutschen mit Kindern etwas mehr Kopffreiheit wünschen.

Sanitäre Anlagen

Die Umkleiden und Duschen sind sauber und in Ordnung, aber recht einfach. Es gibt insgesamt vier Sammelumkleiden, je zwei für Damen und zwei für Herren, aber leider keine Familienumkleide.

Auch sonst muss man in diesem Bereich bei der Familientauglichkeit leider ein paar kleinere Abstriche machen: Ich habe im ganzen Bad keinen Wickeltisch gefunden, es gibt keinen Laufstall oder eine andere Möglichkeit, ein Kleinkind mal kurz sicher zwischenzuparken. Auch die Sanitäranlagen waren nicht kindgerecht. In den Duschen fehlte mir die Möglichkeit, eine Sporttasche aufzuhängen oder trocken abzustellen. Positiv sind dagegen die kostenlosen Föns und der Trinkbrunnen im Vorraum.

Gastronomie

Wir haben die Gastronomie nicht in Anspruch genommen, daher kann ich diese nicht beurteilen. Es sah nach einem einfachen Imbiss mit überschaubarem Angebot aus.

unser Fazit zum Hains

Das Schwimmbad ist ein schönes Ausflugziel, welches unserer Familie sehr gut gefallen hat. Alle wollen wiederkommen, am besten gleich morgen. Es gab für jede Altersgruppe tolle Attraktionen und die Rutschen sind sogar für Erwachsene ein beeindruckendes Erlebnis. Meinen großen Kindern hat das Rutschen so viel Spaß gemacht, sodass wir am Ende sogar länger als ursprünglich geplant geblieben sind und gern den Aufpreis zur Tageskarte gezahlt haben.

An einigen Stellen, wie z.B. im Eingangsbereich, in den Umkleiden sowie in den Sanitäranlagen merkt man schon, dass das Bad Geschichte hat und ursprünglich anders konzipiert war (das ursprüngliche Bad stammt wohl von 1978 und wurde 1998 saniert). Es hat durch den Umbau sehr an Qualität gewonnen und die genannten Schwächen sind verschmerzbar. Wir können Euch den Besuch jedenfalls sehr empfehlen!

Anreise und weitere Informationen

Wer mit dem Auto anreist, findet gegenüber des Hains ausreichend kostenlose Parkplätze. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man von Dresden aus entweder mit der Straßenbahn Linie 7 bis Tharandter Straße und dann mit dem Bus Linie A bis Hp Coßmannsdorf, oder mit der S-Bahn S3 bis Freital-Hainsberg West und läuft dann ca. 10 min. (Link zur Fahrplanauskunft der VVO). Natürlich kann man einen Besuch auch mit einer Fahrt mit der Weißeritztalbahn bis Hp Coßmannsdorf verbinden.

Aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten und Preisen findet Ihr direkt auf der Webseite des Schwimmbades

Adresse

„Hains“ Freizeitzentrum Tharandt/Freital
An der Kleinbahn 24
01705 Freital
Tel.: 0351/65 20 96 0
Fax: 0351/65 20 96 33
E-Mail: info@hains.de
Internet: www.hains.de

Ich bedanke mit bei der Pressestelle des „Hains“ für die Fotos. Alle Rechte daran liegen beim Urheber! Zum Vergrößern klicken!

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1 Response

  1. Alex

    Hallo zusammen, ich war mit zwei Dreijährigen im Hains und die Kinder hatten viel Spaß. Das kleine Abenteuerbecken ist wirklich sehr schön geworden. Die Rutsche für die Kleinsten hat den Rabauken gefallen und das Areal mit dem Tunnel und der Brücke habe ich so bisher noch nie irgendwo gesehen. Die Motorräder und Boote aus Schwimmnudelmaterial, mit denen die Kinder dort rumkurven konnten, haben zwar mehr als einmal Streit provoziert, waren aber sehr originell und einmal ein Boot ergattert, wollten sie es gar nicht mehr hergeben. Überall plätschert Wasser, was die Kinder auffangen und auf Leute kippen können und es gibt Stellräder, wo sie auch dran drehen können, um das Konzert etwas zu beeinflussen.

    Ich möchte aber nicht nur loben, sondern auch einen Punkt ansprechen, der im Artikel schon kurz thematisiert wurde. Es war kalt! Sowohl Luft- als auch Wassertemperatur waren aus meiner Sicht unzumutbar (für Kleinkinder). Normal sollten Kinder, die im Wasser toben das gar nicht mitkriegen, aber nach einer halben Stunde sprach mich mein Sohn an, dass ihm kalt sei. Daraufhin kam ich mit einer mir fremden Mutter ins Gespräch, die das auch so sah. Sie war mit ihrer Kleinen schon mehrfach in dem Entspannungsbecken, um sich kurz aufzuwärmen. Lange Rede, kurzer Sinn: Freitag waren wir da, Sonntag nachmittag ging Rotz und Husten los. Der kann zwar auch von woanders kommen, aber der bittere Beigeschmack bleibt.

    Fazit: die Anlage ist sehr schön geworden und die Kinder fanden es riesig. Ich werde aber in der kalten Jahreszeit eher nicht mehr mit den Kleinen hingehen oder zumindest werde ich vorher nochmal allein hinfahren und die Temperaturverhältnisse zu prüfen.

    Gruß
    Alex

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