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7 Fragen, die du deinem Kind jeden Tag stellen solltest

Voraussetzung für eine ausführliche Auskunft ist, dass man sich Zeit nimmt und nicht durch unnötige Dinge abgelenkt ist. Eine entspannte Atmosphäre erlaubt es euch euren Kindern die volle Aufmerksamkeit zu schenken.

Du kennst das bestimmt: Dein Kind kommt von der Kita oder der Schule nach Hause, schmeißt den Rucksack oder den Schulranzen in die Ecke, setzt sich an den Esstisch oder verschwindet gleich in seinem Zimmer.  Du würdest aber gerne wissen, wie sein Tag war. Wir zeigen dir eine effektive Fragetechnik, um mehr zu erfahren.

Aktuell stellst du ihm wahrscheinlich eine der folgenden Fragen:

  • „Wie war dein Tag?“
  • „Was hast du heute erlebt?“
  • „Ist heute etwas Besonderes passiert?“

Wer die richtigen Fragen stellt, erfährt mehr

In vielen Fällen, und besonders an Miesepeter-Tagen, wirst du von deinem Kind Antworten bekommen wie „Weiß ich nicht mehr.“, „Nichts.“ oder „Habe ich vergessen.“ Wertstiftende Kommunikation, mit der du etwas über dein Kind erfährst, sieht anders aus. Aber du kennst das sicher von dir selbst: Manchmal war der Tag so voll gepackt, dass du auf die Frage „Wie war dein Tag?“ gar nicht weißt, wo du mit dem Erzählen anfangen sollst – und es daher lieber gleich bleiben lässt. Andere Tage sind dagegen tatsächlich unspektakulär, ist ja auch mal schön!

Trotzdem möchtest du natürlich möglichst genau erfahren, was dein Schatz den Tag über so erlebt hat, was ihn beschäftigt und wo er vielleicht Hilfe braucht.

Hier kommen die 7 Fragen ins Spiel, die du ihm stellen kannst.

Übrigens: Das ist auch eine tolle Möglichkeit, um gemeinsam über den Tag nachzudenken, zu reflektieren was passiert ist und dankbar zu sein für viele kleine Glücksmomente, die man sonst ganz schnell vergisst.

Schafft euch dafür eine ruhige, entspannte Atmosphäre, zum Beispiel nach dem Abendessen. Vor dem Schlafengehen ist es wahrscheinlich zu spät dafür. Dein Kind soll ja ins Erzählen kommen und dann müsstest du es womöglich unterbrechen, weil schon Schlafenszeit ist. Das probiert ihr aber am besten einfach aus und schaut, wann ihr genug Energie habt für die Aufarbeitung des Tages.

 

Folgende Fragen kannst du dir gemeinsam mit deinem Kind stellen

  1. Was war heute das Schönste am ganzen Tag?
  2. Was hat dir gar nicht gefallen?
  3. Mit wem hast du heute am meisten gespielt oder geredet?
  4. Hast du heute etwas Neues gelernt oder ausprobiert?
  5. Was war das Leckerste, das du heute gegessen hast?
  6. Hast du heute jemandem geholfen?
  7. Gab es etwas, bei dem du Hilfe gebraucht und bekommen hast?
  8. Ist heute etwas besonders Lustiges passiert?

 

Vielleicht merkst du bereits beim Lesen, dass du automatisch auch deinen Tag anhand der Fragen Revue passieren lässt. Das ist ein erprobtes Mittel der Achtsamkeitslehre, um sich selbst bewusster zu werden und mit der Zeit zu erkennen, was die eigenen Bedürfnisse und Wünsche sind. Oder um zu sehen, wie gut die Dinge gerade laufen, wie dankbar du sein kannst und dass dein Tag bei genauerem Hinsehen vielleicht besser war als es sich anfühlt.

Diese Fragen könnt ihr in einer Art Ritual in euren Alltag einbauen und so eure Bindung zueinander stärken. Gleichzeitig erfährst du viel darüber, was dein Kind beschäftigt, mit wem es sich am meisten umgibt und was ihm wirklich wichtig ist.

Dein Kind lernt, wie wichtig gute Kommunikation ist und dass man über alles sprechen darf und sollte.

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