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Interview mit einem kommunikativen Wichtel

Falls du nicht weißt, wie du deinem Kind eine kindgerechte und gleichzeitig motivierende Routine zum Lernen beibringst, helfen dir unsere Tipps weiter.

Na gut, ich geb es zu. Unser kleiner Blondschopf hat per se keine Schwierigkeiten in Sachen Kommunikation. Sie spielt gern mit Ihren Teddys und Puppen (neben Lego, Pfützenspringen und kreativen Basteleien) und erzählt dabei immer eine ganze Menge.

Ich war also ganz besonders gespannt, was wohl passiert wenn das Kuscheltier auch mal am Gespräch teilnimmt.

Wir durften nämlich den Lingufino testen. Das ist ein mittelgroßer Kuschelwicht, der mit einem Buch ins Haus kommt. Der Clou: Lingufino erzählt, singt und spielt mit dem Kind. Ob meine kleine Quasselstrippe dem gelben Wichtel auch zu Wort kommen lassen wird?

Fakten zum Test:
„Blondschopf“ ist 7 Jahre alt
Getestet wurde das Lingufino Basis-Set mit Buch, Kuscheltier und dem Sprachmodul zum Buch

Das Protokoll eines gesprächigen Test:

Blondschopf (BS):“Uh, was ist denn das? Darf ich das aufmachen?“

Ich nicke und beobachte.
BS öffnet problemlos die Kiste. Mir fällt positiv auf, dass die Verpackung genau auf die Größe von Kuscheltier und Buch abgestimmt sind. Kein unnützes Plastetütchen, kein ausgestopftes Eckchen. Lediglich zwei ineinander verdrehte Drähte befestigen Lingufino im Karton.
Die Präsentation kann sich auch sehen lassen. Der Kuschelwicht sitzt hinter Klarsichtfolie im Karton. Ideal zum Verschenken und man sieht sofort auf einen Blick den Lieferumfang.

Beim Inbetriebnehmen muss ich noch helfen. Denn dank Batterienschutzstreifen blieb der gelbe Kuschelkumpel erst einmal sprachlos. Kein Problem, zwei Handgriffe später kann Lingufino sprechen und zuhören. Ganz (kinderleicht) war das Einstecken des Sprachmoduls.
Das hat dann mein Blondschopf auch gleich selbst übernommen.

Echt gut: Keine ellenlange Erklärung oder Produktbeschreibung, eine einzige Seite (die erste im Buch) erklärt die „Spielregeln“ für die Eltern in Bildern und mit kurzem Text.

Ready, Set, Go: Lasst das Gespräch beginnen!

Lingufino begrüßt fröhlich den Blondschopf. Das Töchterlein begreift sofort die Spielregeln.
So gibt es klare gesprochene Befehle, die Lingufino versteht und dafür sorgen das er das Gesprochene wiederholt. Auch muss mein kleines blondes Ungeduldstier immer warten bis Lingufino ausgesprochen hat, bevor sie mit ihm spricht.

Das wird noch zu einer Herausforderung – aber eine wichtige Lektion für sie. Doch auch normale gesprochene Worte etwa Zahlen, Objektbezeichnungen oder Ähnliches kann Lingufino erkennen. Und wenn der Blondschopf spielen will, quizzen oder zählen, muss sie es einfach an der richtigen Stelle sagen.

Weiter im Test – Ungeduld trifft Neugier

Nachdem Lingufino sich vorgestellt und die Sprachbefehle erklärt hat weiß mein Blondschopf wie alles funktioniert und die Reise durch die Geschichte startet.

Wie als hätte Sie noch nie etwas anderes gemacht navigiert Sie durch die Geschichte, spielt Suchspiele, zählt Gegenstände oder findet gesuchte Sachen auf der Buchseite. Mein Töchterlein muss konzentriert Mengen erfassen, singen, erzählen und beobachten.
Die fröhliche positive Art des neuen Kuschelfreundes hält sie bei der Stange. Ganz gespannt bleibt sie beim Buch und befriedigt ihre Neugier nach dem Abenteuer in Lingunia.

Zu meiner positiven Überraschung funktioniert die Spracherkennung in 95% aller Fälle. Nur als BS es sich doch zu bequem auf dem Sitzsack gemacht hatte und den gelben Kuschelwicht in die Arme genommen hatte – musste Lingufino einige Male nachfragen, was genau sie denn eben gesagt hat.

Diese Nachfragen und auch das Warten müssen, bis Lingufino fertig mit Sprechen ist, sorgen schon dafür, das BS manchmal ein wenig ungeduldig reagiert.

Lingufino: „Bitte sag das noch einmal, das habe ich nicht verst…“
BS: „Ohrrr….. WÄSCHEGLAMMORNN!!!!“
Lingufino: (fordert erneut auf zu wiederholen)
BS: „DA SIND KLAMMERN AUF DER LEINE!“

Die Probleme mit dem Sprachverständnis waren übrigens sofort behoben als mein Blondschopf Lingufino ordentlich vor sich gesetzt hat. Mit Aussprache im tiefen Dialekt oder „Spezialworten“ aus dem familiären Sprachwortschatz hat der kleine Wichtel (verständlicher Weise) seine Schwierigkeiten.

Was ich daran gut finde ist die freundliche Konsequenz in dem der kuschelige Wicht zum Wiederholen auffordert. Ist ein wiederholtes Mal keine richtige (oder erkennbare) Spracheingabe erfolgt, sagt Lingufino einfach die richtige Antwort. So geht positive Kommunikation ohne negativen Nachgeschmack.

Ein neuer Freund zieht in das Kinderzimmer – Lingufino spricht – aber er kann auch schweigen.

BS schaut mich plötzlich an: „Darf mit Lingu ins Zimmer?“

Das bejahe ich gern. Denn das Spiel das ich von ihr mit Lingufino beobachten konnte, empfinde ich als wohltuend für das Töchterlein.

Als ich an der Kinderzimmertür vorbei komme, höre ich, das mein Blondschopf nicht nur mit Lingufino über die Buchinhalte spricht, sondern ihn komplett in ihr Gespräch einbezieht. Scheint, als ob die beiden sich befreundet haben. Damit habe ich gar kein Problem. Denn ich weiß, das dieses Kuscheltier zwar spricht und auch Sprache hört und verarbeitet – aber in Sachen Kinderschutz ist hier alles sicher.

Es gibt keine Anbindung an das Internet – sodass ich beruhigt die beiden ihre Geheimnisse austauschen lassen kann – ohne Angst vorm Abhören wie bei diversen anderen Spielzeugen. Denn hier wird nichts auf irgendwelche Server übertragen oder gar abgespeichert.

Fazit über die Stippvisiten des gelben Wichtels.

Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Kuscheltier ein gesprächiger Vertrauter für viele Kinder werden kann. Lingufino ist freundlich aber nicht nervig auch weil er seine Reaktionen abwechselt, er interagiert stets und ständig mit demjenigen der vor ihm sitzt.

Die Erzählung im Buch ist voller Möglichkeiten spielend das Sprechen zu fördern. Anders als bei meinem Blondschopf denke ich, dass ein Besuch von Lingufino bei jüngeren Kindern besser mit einem Erwachsenen erfolgt – weil Kleinkindern das Zählen oder Verstehen komplexere Anweisungen noch nicht so einfach fallen wird. In jedem Fall ist der kleine gelbe Wicht eine lohnenswerte Anschaffung für den Nachwuchs und ein spaßiges Spielzeug, dass beim Sprechen und Verstehen helfen kann. Auch andere Bereiche, etwa Konzentration, Zählen und Allgemeinwissen werden gefördert.

Am besten gefällt mir das die Bedienung von Lingufino so einfach ist, dass mein Blondschopf es sofort verstehen konnte. Auch die Vielfalt der Spiele ist doch größer als erwartet. Absolutes PRO: Kein Abhörgerät im Kinderspielzeug. Die Geheimnisse und Erzählungen des Nachwuchses sind sicher und geraten nicht in falsche Hände.

Quo vadis, Lingufino?

Ich hab schon auf der Website gesehen, dass Lingufino jetzt auch englisch sprechen kann. Das finde ich ein gute Entwicklung – auch weitere Sprachen, Themengebiete und Geschichten kann ich mir für den kleinen gelben Wichtel gut vorstellen.

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