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Spielplatz Bastion Merkur

Rohrutschen auf dem Spielplatz Bastion Merkur (inzwischen Edelstahl)

Rohrutschen auf dem Spielplatz Bastion Merkur (inzwischen Edelstahl)

Dresdens neuster Spielplatz steht direkt im Zentrum gegenüber der Altmarktgalerie. Auf dem Gelände des alten, damals leider oft sehr verschmutzten, Spielplatz an der Wallstraße wurde durch die Stadt Dresden ein völlig neues, relativ offenes Areal geschaffen.

Die äußere Form des Klettergerüstes wurde einer alten Stadtbefestigungsanlage “Bastion“ nachempfunden, die an dieser Stelle einmal gestanden hat. Merkur ist der altrömische Götterbote, der als Skulptur vom Dresdner Künstler Carsten Bürger neu geschaffen wurde und nun über dem Spielplatz wacht.

Der Spielplatz wurde am 30.5.2010 pünktlich zum Kindertag eröffnet und kostete ca. 500.000 Euro.

Ausstattung

Der Spielplatz wird von eine riesigen, 6 m hohen und ca. 40 m x 80 m langen Holzklettergerüst dominiert. Das ist damit mit Sicherheit das größte Klettergerüst von Dresden. Am Klettergerüst gibt es Treppen, Leitern, Aussichtsplattformen, bewegliche Kletterebenen, Seile, Rampen, Gänge, acht Schaukeln und drei Edelstahl-Rohr-Rutschen. (Zunächst waren die Rutschen aus rotem Kunststoff, wie noch auf einigen Bilder zu sehen. Leider haben die nicht richtig funktioniert und wurden daher in der Zwischenzeit durch Edelstahl ersetzt.)

Unter dem Klettergerüst befindet sich ein Trampolin und neben dem Klettergerüst befindet sich eine riesige Sandspielfläche mit umlaufender Bank (leider ohne Schattenspender) und eine Rollerbahn.

Sicherheit und Sauberkeit

Ein Teller, welcher sich am Seil über den beweglichen Kletterebenen befindet und vermutlich als Überkletterschutz dienen soll, war abgerissen. Ansonsten habe ich keine Beanstandungen gefunden. Es ist zu hoffen, dass dies auch so bleibt – der alte Spielplatz war leider öfters von trinkfreudigen Zeitgenossen besucht, die dann dort ihre Abfälle vergessen hatten.

Bewertung und Fazit

Der Spielplatz liegt an zentraler Lage in der Dresdner Innenstadt und ist weithin sichtbar. In meinen Augen setzt der Spielplatz damit ein wichtiges Zeichen für eine neues Denken: Kinder erhalten den Platz, der Ihnen zusteht! Er trägt damit (hoffentlich) dazu bei, dass unsere Kinder und ihre Bedürfnisse auch stärker in den Mittelpunkt des öffentlichen Bewusstseins rücken. Unter diesem Gesichtspunkt halte ich die getätigte Investition für absolut gerechtfertigt.

Nach dem Umbau der Rohrrutschen gibt es hier kein Problem mehr. Insgesamt würde ich einschätzen, dass der Spielplatz trotz seiner Größe nicht uneingeschränkt für jedes Altersstufe und für jeden Spieltyp empfehlenswert ist. Kleinkinder kommen etwas zu kurz und auch Jugendliche werden hier nicht so recht glücklich werden.

Der Standort leidet etwas unter der Verkehrsbelastung der umliegenden Straßen. Trotzdem eignet er sich super für einen Zwischenstopp bei einem (Shopping-)Ausflug in die Innenstadt. Auch zum Austoben für mittelgroße Kinder ist er ein lohnendes Ziel.


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11 Responses

  1. Lenk

    Da hätte man auch den alten Spielplatz lassen können und man hätte sich das Geld sparen können, aber unsere Stadt hat ja genug. Auf dem alten Spielplatz war wenigstens was für die kleinen und die großen. Aber wir werden ja sowieso nicht gefragt.

    1. Nein ganz so pauschal würde ich das nicht sehen wollen.
      1. sind Spielplätze immer gut.
      2. es gibt auch große Kinder
      3. Der alte Spielplatz war kaputt, schmutzig und von Pennern frequentiert. Keine wirkliche Alternative!

      Grundsätzlich sieht das Ding schon etwas so aus, als ob sich die Stadt hier ein *Denkmal* hat setzten wollen. Aber genau das ist doch nicht verkehrt. Sieh es einfach als Denkmal für Kinder an! Früher wurden Spielplätze in irgendwelche dunkle Ecken und entlegene Hinterhöfe gebaut. Stahlrohrklettergerüst und Sandkasten – fertig. Jetzt ist der Spielplatz weithin sichtbar in zentrale Lage in der Innenstadt.

      Klar, man hätte mehr draus machen können, aber es ist eine *riesige Verbesserung* zu vorher. Also nicht immer nur Rumnörgeln! 🙂

  2. Ilona Richter

    Hallo liebe Leute,
    also ich war gesten auf dem Spielplatz an der Wallstr. in Dresden.
    Mein Fazit:
    Ich finde ihn nicht gerade toll…weil:
    Schottersplitt ist einfach nichts für Kinder, sie fallen hin und es tut tierisch weh, Rindenmulch wäre angebrachter, die Rutschen sind groß, zu steil und durch die Rutschbremsung mit den Schuhen färbt diese an den Sachen ab und ist zu heftig, man hat nach ca. 10 min. den Spielplatz abgearbeitet, man ist durch. Die Treppen zu den oberen Etagen sind für (Klein)Kinder zu steil, Papierkörbe sind zwar da, man muß sie aber suchen und man hätte den Rasen bzw. die Wiese erneuern können, es waren viele Hunde drauf…
    Ein Schallschutz ringsrum wäre auch gut, da muß man nicht den Stadtmief/ Abgase einatmen und es wäre etwas ruhiger…
    Vielleicht sollten die großen Denker der Stadt mal Mütter bei der Planung eines Spielplatzes mit einbeziehen, wäre doch mal ´ne Idee, oder ???
    Nehmt Euch die Zeit und besucht den Urzeitspielplatz Nähe Wernerstr., der bekommt von mir 100%.
    Viele Grüße
    Ilona Richter

  3. die anderen Sandra :o)

    Hallo,

    update in der heutigen SZ: jetzt sind nicht nur die Rutschen gesperrt, sondern auch noch die Schaukeln ab, bei denen sich die Kinder die Köpfe anstossen können (mal ehrlich: wer plant und baut denn sowas?) usw

    schade eigentlich – die spielplatzidee an sich ist eine gute sache, und ich finde den vergleich von konrad klasse – ein denkmal für die kinder.

    die baukosten verteilen sich zu je einem drittel stadt/land und wer wars noch?… zeitung ist schon weitergegeben.

    viele grüße
    sandra

    1. Also ich habe den Artikel in der SZ heute auch gelesen. Die Problemzonen sind also nun erkannt.

      Trotzdem meine ich, dass man die Kirche im Dorf lassen soll und nicht gleich in den *Waldschlösschen-Reflex* verfallen muss (Schon aufgefallen? Wir Dresdner haben die seltene Gabe jedes etwas größere Projekt totzureden.)

      Das Problem mit den *Rutschen* ist Mist und hätte so nicht passieren dürfen. Hier sehe ich vor allem den Lieferant in der Pflicht.

      Für den *Überkletterschutz* wird es sicherlich eine andere Lösung geben müssen, das sah mir auch etwas putzig aus. So wie am Ende mit heißer Nadel gestrickt.

      Die anderen Probleme sehe ich teilweise differenzierter. Ob nun fünf oder sieben *Schaukeln* da sind, spielt doch nicht die Geige! Das Problem wurde erkannt, bevor etwas passiert ist. Punkt. Ebensolches gilt für die *Kletterebenen*.

      Zur Ehrenrettung des Entwurfsbüros „May Landschaftsarchitekten“:http://www.may-landschaftsarchitekten.de sei gesagt, dass dieses ein rennomiertes Dresdner Büro ist, welches schon einige Spielplätze in Dresden geplant hat z.B. auch die m.E. sehr gelugene „Hartigstraße“:http://beta.dd4kids.de/archives/332-Spielplatz-Hartigstrasse-in-Dresden-Pieschen.html
      Außerdem ist es so, dass Spielplätze dieser Art immer so eine Art Prototyp sind. Hier wurde schließlich keine 08/15 Katalogware verbaut. Kleinere Korrekturen und Optimierungen halte ich bei Bauprojekten dieser Größenordnung für völlig normal, das hat nichts mit Schlamperei oder Fehlern zu tun.

      So und nun noch ein Wort zu den Jugendlichen, die in sechs Meter Höhe über die *Balken balancieren*: Ich habe so etwas schon fast geahnt, als ich geschrieben habe, dass dort für Jugendliche nichts zu holen ist. Aus meiner Sicht ist der Überkletterschutz aber mehr als ausreichend: Das Geländer ist mindestens 1,20m hoch, nach innen geneigt und es hat keine Querstreben. Meiner Einschätzung nach kommt da ein Kind bis ca. 8-10 Jahre nicht allein drüber. Außerdem ist es offensichtlich, dass die Balken nicht zum Begehen gedacht sind und für ein Kind >10 Jahren sollte die Gefahr (Höhe) sicher als solche erkennbar sein. Ich halte das jedenfalls nicht für einen Planungsmangel, sondern würde dies der Eigenverantwortung der jugendlichen Nutzer zuordnen. Einen 100% Schutz gegen Fehlverhalten wird es m.E. nie geben können!

      1. bernoi

        Hallo Konrad,
        ich denke auch, wir sollten jetzt optimistisch sein, dass alle Material-und Sicherheitsmängel TÜV- Sicher qualitätsgerecht behoben werden, damit der Spielplatz wieder Freude bereitet.
        Und für die kleinen Kinder ist zum Beispiel am „Johannstädter Fährgarten“:http://beta.dd4kids.de/archives/66-Spielplatz-am-Faehrgarten-Johannstadt.html das Piratenschiffwrack ganz toll vom Erbauer Kulturinsel Einsiedel. Ein sehr „schöner Spielplatz“:http://beta.dd4kids.de/archives/144-Spielplatz-Bauernhof-in-Gohlis.html , besonders für kleinere Kinder bis 3 Jahre befindet sich auch am Fahrradweg Richtung Cossebaude auf der linkselbischen Seite stromabwärts. Und dann wenn unsere kleinsten etwas größer sind, entdecken diese den Bastion Merkur – Spielplatz. Und Jugendliche hat man sowieso nie unter Kontrolle, ob sie nun an Hausfassaden hochklettern und Grafiitis sprühen oder übermütig auf Kinderspielplätzen sind.
        … auf dass die Rutschen wieder „rutschen“ ohne zu bremsen und ohne heissen Hintern…

        MfG, bernoi

        _edit von Konrad: Links zu den Spielplätzen ergänzt._

  4. Katja

    Hallo,

    am 27.6. war ich mit meiner Tochter (6 Jahre) auf dem Spielplatz. Ihr hat es dort sehr gut gefallen. Sie hat die Bastion als „ihre Burg“ angesehen und die „Zimmer“ verplant.
    Schade war, dass die Rutschen gesperrt waren. Ich war auch selbst mit auf dem Klettergerüst und fand den Abstieg ziemlich schwierig. Die Sprossen sind zu schmal (zumindest für meine Füße). Das Trampolin fand ich auch nicht so toll. Die Kinder saßen da drauf und haben versucht, die durchgefallenen Geldstückchen usw. herauszufischen.
    Für einen Zwischenstopp beim Einkaufen, beim Warten aufs Kino oder was auch immer ist der Spielplatz aber nicht schlecht.

    Katja

  5. bernoi

    lt. Artikel Sächsischer Zeitung vom 11.8.2010 ist die zuständige Baufirma der roten Rutschen nicht bereit, diese komplett auszuwechseln, die Stadt wartet mit einem regelmässigen Reinigen der Gummiabriebspuren auf, welches auch keine Dauerlösung ist, andere Mängel wurden bereits abgestellt… Ich war seit dem Problem (schwarze Striemen in den Rutschen und Hintern verbrannt) nicht mehr dort und mich zieht es nicht mehr dort hin mit Spinnefix…

  6. MichaelB

    Seit einiger Zeit sind die Rutschen nun ausgetauscht (zu Edelstahlrutschen). Sie funktionieren jetzt wie erwartet. Bei der großen wird man ordentlich schnell.

  7. Jessica

    Wir sind öfters mit unserem 2 jährigen dort und der Spielplatz ist grundsätzlich auch für Kleinkinder nutzbar, wenn die Eltern entsprechend mitspielen und mit aufpassen. Die Schaukeln sind super und der Trampolin macht unserem Sohn auch Spaß (v.a. wenn ich mithüpfe). Die nachgebesserten silbernen Rutschen bieten nun keinen Anlass mehr zur Beschwerde, gehen für Kinder unter 3 Jahren aber nur mit Mama und Papa zusammen, da sie sehr steil sind. Die Sauberkeit ist in Ordnung, man findet ab und zu einen Kronkorken und an manchen Ecken sind dumme Sprüche mit Edding ans Holz gepinselt, mehr an dem man sich stören könnte, habe ich noch nicht entdeckt.

    Ich bin froh, dass es so direkt in der Innenstadt überhaupt eine Spielmöglichkeit gibt. Dass er Spielplatz nicht für absolut jedes Alter ausgelegt ist, muss man akzeptieren. Wir machen das Beste draus und nutzen die Sachen, die für unser Kind gehen, der Rest muss warten bis er größer ist.

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